Wir sind auf dem Weg

Wir sind auf dem Weg

Mittwoch, 15. November 2017

Es geht weiter so




Brandenburgs #Ministerpräsident Dietmar Woidke hat in seiner heutigen fast 3/4-stündigen #Regierungserklärung konstatiert, dass die ursprünglich geplante #Verwaltungsreform in Brandenburg die Bevölkerung polarisiert hat. Er rief dazu auf, sachlicher zu debattieren und zu #Dialog und #Vernunftzurück zu kehren. Nur dann sei es möglich, die vorhandene hohe #Lebensqualität zu sichern und die hochwertige öffentliche #Verwaltungweiter auszubauen, "modern und effektiv" "gleichwertig im ganzen Land". Dabei bestehe jedoch auch Veränderungsbedarf, denn das Zusammenspiel müsse so angepasst werden, dass es auch "zukünftigen Anforderungen jederzeit gerecht werden kann".

In #Brandenburg würden von der #Landesregierung acht Schritte eingeleitet, die das Land zukunftsfähiger machen.
1. Das #Miteinander von Land und #Kommunen soll wieder verbessert werden
2. Die #Schuldenspirale der kreisfreien Städte soll durchbrochen werden
3. Die freiwillige Zusammenarbeit der Kommunen soll mit einem neuen Konzept unterstützt werden
4. Die #Digitalisierung der Verwaltung soll energisch vorangetrieben werden, dafür werde ein E-Government-Gesetz vorgelegt
5. Ein #Finanzausgleichsgesetz soll beschlossen werden, um die Kommunen besser zu stellen
6. Die regionale Kulturangebote sollen besser finanziert werden
7. Die ehrenamtliche Arbeit der Abgeordneten auf Kreis- und Kommunalebene soll stärker unterstützt werden
8. Die Gespräche mit den #Gewerkschaften über die Zukunft des #ForstBrandenburg sollen fortgesetzt werden

Mit zusätzlichen 400 Mio Euro wolle Brandenburg "den Menschen zeigen, dass wir für sie da sind". Denn der Staat müsse mehr Flagge zeigen. Dazu gehöre eine bessere #Infrastruktur, eine bessere Daseinsvorsorge und gute #Lebensbedingungen in ganz Brandenburg. Brandenburg sei noch niemals in so guter finanzieller Verfassung gewesen wie jetzt. Brandenburg sei Aufstiegsland und ein Land der Hoffnung und Perspektiven. Denn es sei bei den Kitaplätzen genauso Spitzenreiter wie beim Breitbandausbau in Ostdeutschland. Die Arbeitslosigkeit habe sich weiter verringert auf 6,4 Prozent, "damit lassen wir einige westdeutsche Länder hinter uns". Täglich würden 50 neue sozialversicherungspflichtige #Arbeitsplätze geschaffen. Es gebe aber auch neue und positive Herausforderungen, denn auch die Entwicklung in der Umgebung verlaufe günstig. "Berlin boomt und Brandenburg profitiert davon." Dazu trügen aber auch Hamburg, Stettin, Leipzig und Dresden bei, die in die #Berlin fernen Regionen strahlten.

Immer mehr Menschen würden Brandenburg entdecken, auch neue Unternehmen ziehe es nach Brandenburg. Das sorge für eine größere Wertschöpfung und mehr Steuern. Die Generation Aufbau könne stolz sein und in eine gute Zukunft schauen. Wichtig dafür sei, dass Brandenburg ein weltoffenes, vielfältiges und tolerantes Land ist und bleibt. Dabei schade die Arbeit der AfD Brandenburg, ohne sie beim Namen zu nennen, die diese werte ablehne.

Zu Recht habe die Bevölkerung wachsende Erwartungen an #Busse und #Bahnen, ein leistungsfähiges Bildungssystem und ein gut funktionierendes Pflegesystem. Das erfordere einen starken und funktionierenden Staat, denn auf den "Träger staatlicher Aufgaben muss Verlass" sein. "Diesen Erwartungen müssen und werden wir gerecht werden. Alle müssen davon profitieren können. Schritt für Schritt machen wir Brandenburg zu einer modernen Heimat für alle."

Die Gesellschaftspolitik sei aus einem Guss. Dazu gehörten 2400 zusätzliche Erzieher in Brandenburgs Kitas in dieser Legislaturperiode, 3000 zusätzliche Lehrer, Kita Beitragsfreiheit ab Herbst 2018, Landesinvestitionen von 415 Mio € in die #Krankenhäuser, 100 zusätzliche Mio für die #Hochschulen, mehr Sicherheit und Rechtsstaat. Der Ausspruch "Der Erfolg gibt uns Recht" wurde von Parlamentariern mit Gelächter beantwortet. "Wir wollen und werden noch mehr erreichen. Es ist nicht gut ein Land permanent schlecht zu reden, auch nicht für eine konstruktive Opposition." Brandenburg sei eine moderne Heimat für alle.

Ein noch in diesem Jahr in den Landtag eingebrachter Nachtragshaushalt werde eine neue moderne Heimat finanzieren. Er werde fünf Schwerpunkte haben:
1. Verkehrsinfrastruktur: Landesstraßen, Radwege und kommunale Straßen, der Öffentliche Personen-Nah-Verkehr und das Schienennetz werden ausgebaut. Darüber hinaus sollen so schnell wie möglich mehr Züge bestellt werden, möglichst schon ab 2018, ab 2022 garantiert. Das solle u.a. mit einer besseren Zusammenarbeit mit Berlin erreicht werden.
2. Der Finanzminister schätze die Steuermehreinnahmen auf 220 Mio €. Das ermögliche schnell weitere Investitionen, aber auch den Abbau von Altschulden. Ein Infrastukturfonds solle die Schulen stärken, Straßen und Schienen ausgebaut werden und die Digitalisierung vorangetrieben werde. Es sei ein "Jahrzehnt der Investitionen".
3. Beschleunigter Ausbau der digitalen Infrastruktur und kostenlose W-LAN-Zugangspunkte im ganzen Land.
4. Intensive Unterstützung der Unternehmen für eine bessere Zusammenarbeit. Wichtigstes Strukturprojekt ist und bleibt der Flughafen Berlin-Brandenburg Internationale BER. Der inzwischen auch von Berlin und dem Bund unterstützte Forderung nach mehr Nachtruhe werde bei der Umsetzung zu mehr Akzeptanz auch bei der Bevölkerung sorgen. Wichtig sei jedoch weiterhin die schnellstmögliche Eröffnung. Der Weg der Pflegeoffensive werde fortgesetzt. Die Landesregierung stehe an der Seite der Landwirtschaft. Dass Arbeitsplätze in Ostdeutschland schlechter bezahlt würden, sei nicht in Ordnung. Die Angleichung stehe weiter auf der Tageordnung der Politik in Brandenburg und im Bund. 10 € Mindestlohn pro Stunde seien die Forderung.
5. Der gesellschaftliche Zusammenhalt und das bürgerschaftliche Engagement sollen gestärkt werden durch das entsprechende Landesprogramm. Inzwischen gebe es seitens des LandesSportBundes und bei den Feuerwehren eine höhere Nachfrage als das Programm Mittel beinhalte, deshalb werden weitere 10 Mio zu Verfügung gestellt. Die Leistungen der Ehrenamtskarte würden weiter ausgebaut. An die Bundesregierung richtete Woidke die Forderung, dass in Brandenburg keine Industriearbeitsplätze verloren gehen dürfen, weder in der Lausitz noch anderswo. Notwendig sei eine Strukturentwicklung, die Sachsen und Brandenburg gemeinsam betreiben. Um das zu erreichen, forderte der Ministerpräsident den CDU-Fraktionsvorsitzen, Ingo Senftleben auf, mit der 'Bundeskanzlerin Angela Merkel zu reden. Zu einer guten Bildung und Bildungsperspektiven gehöre die Arbeit gegen Kinderarmut und ein bundesweites System der bedarfsgerechten Kindersicherung. Bezüglich der Digitalisierung wies er die Schuld von Brandenburg weg. Natürlich sei auch er der Meinung, "es soll und darf keine Funklöcher mehr geben". Sie gebe es aber, weil die Bundesregierung von den Netzbetreibern nur 25 % Netzabdeckung fordert: "Das darf nicht so bleiben."

Die Bevölkerung könne sich sicher sein, dass Brandenburg niemals schweigend dastehen wird, wenn es in Berlin um Brandenburg geht oder die Lebensleistungen von Menschen in Ostdeutschland zu würdigen seien. "Brandenburg wird sich behaupten!" Gemeinsinn und Zusammenhalt seien unbedingt notwendig. "Gemeinsam haben wir die Aufgaben der letzten 27 Jahre gut gelöst", gemeinsam werde die Zukunft angegangen.

Text: Stephan Schiller

Hier die Regierungserklärung in vollem Umfang von der Facebookseite des Ministerpräsidenten
Quelle: RBB



Hier noch einige Stimmen, die auf Facebook zu finden sind:

Sylvia Lehmann (SPD)
"Heute Landtgssitzung in Potsdam mit einer Regierungserklärung des Ministerpräsidenten. Mit Demut bezog sich Dietmar Woidke auf die zurückgezogene Verwaltungsstrukturreform und mit Zuversicht stellte er den Zukunftsplan für Brandenburg vor. Gute Rede. Leider konnte der Fraktionsvorsitzende der CDU, Herr Senftleben keinen Zukunftsplan für Brandenburg vorlegen. Das hat mich enttäuscht. Wer Neuwahlen fordert sollte sagen können wo die Reise hingeht."

Henryk Wichmann (CDU): Dietmar Woidke wirkte müde und kraftlos, er will ein weiter so und hat sich nicht mal für die vielen Fehler seiner Regierung bei der gescheiterten Kreisreform bei den Kommunen, dem Parlament und den Bürgern entschuldigt






Freitag, 10. November 2017

Vom Dialog allein hängt es ab - die deutsch-polnischen Beziehungen

Bei der Eröffnung der Bundesversammlung:  Andrzej Przyłębski (2. v. l.), Dietmar Woidke und Dieter Dombrowski

Der Auftakt der  26. Bundesversammlung der Deutsch-Polnischen Gesellschaften war bestimmt von einer Suche nach einem gemeinsamen Weg in den Beziehungen zwischen der beiden Länder in der Mitte Europas. Klar und  deutlich formulierte Andrzej Przyłębski, Botschafter der Republik Polen in Deutschland die Botschaft der neuen Regierung in Warschau. "Lernen Sie das heutige Polen zu lesen, denn ein anderes Polen wird es nicht geben." Er drückte seine Unzufriedenheit aus, wie sich einzelne Deutsch-Polnische Gesellschaften gegenüber Polen präsentieren. Hoffnungsvoll jedoch sein Ansatz: Postmoderne Philosophie basiere auf Differenzen. "Die Hoffnung liegt auf der Verständigung beider Länder." Das bedeutet Dialog.

Diesen grenzüberschreitenden Dialog forderte so auch der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) auch als Polenbeauftragter der Bundesregierung ein. Neue Brücken zur polnischen Regierung gebe es zu schlagen, aber auch immer mit einem Blick in die Vergangenheit. Die schwere Schuld, die die Nationalsozialisten verursacht haben sei weiterhin präsent. "Wir können uns davon nicht freisprechen." So sei Kritik nicht als Belehrung, sondern als Aufforderung zum Dialog zu verstehen.

Landtagsvizepräsident Dieter Dombrowski (CDU) betonte  in diesem Miteinander noch die Rolle des polnischen Papstes bei der Wiedervereinigung. "Dass wir hier in Ostdeutschland Freiheit genießen durften, haben wir den Menschen in Polen zu verdanken." "Fürchtet euch nicht, Gott ist bei euch", zitierte er Johannes Paul II. Und weiter ... "Glaube versetzt Berge", ein Hoffnungsschimmer für den zukünftigen grenzüberschreitenden Dialog.

Eine klare kritische Note gegenüber der Regierung in Warschau setzte der Stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes der Deutsch-Polnischen Gesellschaften Christian Schröter zum Auftakt der Eröffnung. "Wir können da nicht einfach den Mund halten um des Friedens willen",  stellte er fest. Aber auch er setzt für die Zukunft auf einen konstruktiven Dialog auf einem gemeinsamen Weg.

Letztendlich pochte auch Tadeusz Jędrzejczak als Mitglied des Exekutivausschusses der Woiwodschaft Lubuskie und zuständig für die Zusammenarbeit mit Brandenburg auf die Dialogbereitschaft beider Länder auf einem Weg in einem geeinten Europa.

Weitere Fotos
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Beitrag und Fotos: Frank Bürger

Weimarer Dreieck lebt in Potsdam

Der stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes der Deutsch-Polnischen Gesellschaften Christian Schröter zur 22. Jahrestagung der Deutsch-Polnischen Gesellschaften hier mit Cornelia Pieper, heute  Generalkonsulin der Bundesrepublik Deutschland in Danzig. Foto: Frank Bürger



Die 26. Jahrestagung der Deutsch-Polnischen Gesellschaften „Nachbarschaft in der Mitte Europas“
findet in diesem Jahr vom 10.-12 November 2017 in Potsdam statt.

In der Landeshauptstadt treffen sich die Mitglieder der Deutsch-Polnischen Gesellschaften, deren
Freunde und Förderer aus ganz Deutschland sowie Gäste und Vertreter von befreundeten
Organisationen aus dem Nachbarland Polen, um sich über die Beziehungen der beiden Länder
auszutauschen und die derzeitige politische Situation in Polen zu diskutieren.

Eröffnung und Begrüßung im Landtag Brandenburg

Die Jahrestagung wird finanziell gefördert vom Auswärtigen Amt. Zum Gelingen des Eröffnungstages tragen wesentlich das Land Brandenburg und die Stadt Potsdam bei. Landtagsvizepräsident Dieter
Dombrowski als Hausherr wird die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kongresses am Freitag um
18.00 Uhr im Plenarsaal des Landtages Brandenburg begrüßen, danach der Ministerpräsident des
Landes Brandenburg Dietmar Woidke, zugleich Polen-Beauftragter der Bundesregierung, die Tagung
offiziell eröffnen. 
Auch der Botschafter der Republik Polen in Deutschland, Andrzej Przyłębski, hat sein Kommen zugesagt, wird das Wort ergreifen und eine Grußadresse an die Versammlung richten.

In Namen der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Bundesverband e.V. wird der Stellvertretende
Bundesvorsitzender Christian Schröter (Berlin) noch zu den Teilnehmern sprechen. Freundliche

Grüße des unmittelbaren Nachbarn wird Tadeusz Jędrzejczak als Mitglied des Exekutivausschusses der Woiwodschaft Lubuskie überbringen.

Den Beiträgen zur Eröffnung folgt eine Podiumsdiskussion zu einem Thema, dass wieder stärker in
den Fokus rückt: „Europa aus den Krisen führen. Neue Aufgaben für Franzosen, Deutsche und Polen“ mit Klara Geywitz, Mitglied des Landtags Brandenburg, dem Historiker Pierre Frédéric Weber von der Universität Stettin, Sebastian Płóciennik, Leiter des Programms „Weimarer Dreieck“ des polnischen Instituts für Internationale Angelegenheiten und Johannes von Thadden, Stellvertretender Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Bundesverband. 
Moderieren wird das Gespräch Weronika Priesmeyer-Tkocz von der Europäischen Akademie Berlin.

Den Abschluss des Abends bildet ein Empfang des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg in
der Lobby des Landtages.


Der zweite Tag des Kongresses findet im Auditorium Maximum der Universität Potsdam statt.
Begrüßt werden die Teilnehmer der Tagung durch den Vizepräsidenten der Universität Florian Schweigert und Magdalena Marszałek, Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Slavistik. Im Mittelpunkt steht am Vormittag die Sprachenpolitik im europäischen Kontext. Das Impulsreferat hält Waldemar Martyniuk vom Zentrum für polnische Sprache und Kultur in der Welt der Jagiellonen-Universität Krakau.

Anschließend diskutieren über dieses Thema Magdalena Telus, Vorsitzende der Bundesvereinigung
für Polnisch-Lehrkräfte, Marco Büchel, Mitglied des Landtags und Vorsitzender des Ausschusses für Europa-Angelegenheiten sowie Niels von Redecker, Persönlicher Referent des Koordinators für deutsch-polnischen Zusammenarbeit im Auswärtigen Amt. Die Moderation übernimmt Joanna Maria Stolarek von der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft.




Nach dem Mittagessen finden in der Universität Potsdam mehrere Workshops statt: Fundraising,
Schnupperkurs Polnisch, zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit im Bereich Energie; das vierte Thema, der zivilgesellschaftliche Dialog zwischen Deutschen und Polen, hat den größten Zuspruch zu verzeichnen.

Verleihung des DIALOG-Preises an den österreichischen Schriftsteller und Übersetzer Martin Pollack

Höhepunkt des zweiten Kongresstages wird am Nachmittag die Verleihung des DIALOG-Preises 2017 an Martin Pollack sein, dem renommierten österreichischen Schriftsteller und Übersetzer polnischer Literatur für sein umfassendes literarisches Œuvre – fast schon ein Lebenswerk.

Das haben wir  schon in dem ersten Blogbeitrag angekündigt

In ihrem Grußwort würdigt Viktoria Wagner, Direktorin des Österreichischen Kulturforums Berlin die Verdienste des Preisträgers als Wegbereiter für die kulturelle Verständigung auch mit anderen Völkern Mittelosteuropas. In ihrer Ansprache nimmt Rita Süssmuth, Vorsitzende des Kuratoriums der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Bundesverband ausführlich Stellung zu den Gründen der Entscheidung.

Hierzu weitere Infos unter

Quelle: Christian Schröter

Donnerstag, 9. November 2017

Nachbarschaft in der Mitte Europas


Vom Dialog allein hängt es ab

Der Auftakt der  26. Bundesversammlung der Deutsch-Polnischen Gesellschaften war bestimmt von einer Suche nach einem gemeinsamen Weg in den Beziehungen zwischen der beiden Länder in der Mitte Europas. Klar und  deutlich formulierte Andrzej Przyłębski, Botschafter der Republik Polen in Deutschland die Botschaft der neuen Regierung in Warschau. "Lernen Sie das heutige Polen zu lesen, denn ein anderes Polen wird es nicht geben." Er drückte seine Unzufriedenheit aus, wie sich einzelne Deutsch-Polnische Gesellschaften gegenüber Polen präsentieren. Hoffnungsvoll jedoch sein Ansatz: Postmoderne Philosophie basiere auf Differenzen. "Die Hoffnung liegt auf der Verständigung beider Länder." Das bedeutet Dialog.

Diesen grenzüberschreitenden Dialog forderte so auch der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) auch als Polenbeauftragter der Bundesregierung ein. Neue Brücken zur polnischen Regierung gebe es zu schlagen, aber auch immer mit einem Blick in die Vergangenheit. Die schwere Schuld, die die Nationalsozialisten verursacht haben sei weiterhin präsent. "Wir können uns davon nicht freisprechen." So sei Kritik nicht als Belehrung, sondern als Aufforderung zum Dialog zu verstehen.

Landtagsvizepräsident Dieter Dombrowski (CDU) betonte  in diesem Miteinander noch die Rolle des polnischen Papstes bei der Wiedervereinigung. "Dass wir hier in Ostdeutschland Freiheit genießen durften, haben wir den Menschen in Polen zu verdanken." "Fürchtet euch nicht, Gott ist bei euch", zitierte er Johannes Paul II. Und weiter ... "Glaube versetzt Berge", ein Hoffnungsschimmer für den zukünftigen grenzüberschreitenden Dialog.

Eine klare kritische Note gegenüber der Regierung in Warschau setzte der Stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes der Deutsch-Polnischen Gesellschaften Christian Schröter zum Auftakt der Eröffnung. "Wir können da nicht einfach den Mund halten um des Friedens willen",  stellte er fest. Aber auch er setzt für die Zukunft auf einen konstruktiven Dialog auf einem gemeinsamen Weg. 

Letztendlich pochte auch Tadeusz Jędrzejczak als Mitglied des Exekutivausschusses der Woiwodschaft Lubuskie und zuständig für die Zusammenarbeit mit Brandenburg auf die Dialogbereitschaft beider Länder auf einem Weg in einem geeinten Europa.








Manfred Mack (links) im Gespräch mit dem DIALOG-Preisträger Martin Pollack in Darmstadt
Foto: privat

Am 10. November um 18 Uhr beginnt die 26. Jahrestagung  der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Bundesverband.

Für die Eröffnung des Bundeskongresses im Plenarsaal des Potsdamer Landtages vorgesehen sind Britta Stark, Präsidentin des Landtages Brandenburg Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg (angefragt) Burkhard Exner, Bürgermeister der Stadt Potsdam, Dietmar Nietan, MdB, Vorsitzender der Deutsch Polnischen Gesellschaft Bundesverband und  Elżbieta Polak, Marschallin der Woiwodschaft Lubuskie.

Den diesjährigen DIALOG-Preis erhält aus den Händen von Prof. Dr. Rita Süssmuth, Präsidentin des Deutschen Bundestages a.D., Vorsitzende des Kuratoriums der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Bundesverband der Schriftsteller und Übersetzer Martin Pollack.

Hier die Infos zu Pollack von der Homepage des Bundesverbandes:

Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Bundesverband zeichnet in diesem Jahr den renommierten österreichischen Schriftsteller, Journalist und Übersetzer Martin Pollack mit dem DIALOG-Preis für sein umfassendes literarisches Werk aus. Die Wahl erfolgte am 23. Juni 2017 in einer gemeinsamen Kuratoriums- und Vorstandssitzung in Berlin. Martin Pollack war von der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin vorgeschlagen worden und hatte sich unter mehreren Bewerbern erfolgreich durchgesetzt.

Die feierliche Verleihung des Preises wird am 11. November 2017 im Rahmen des 26. Kongresses „Nachbarschaft in der Mitte Europas“ der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Bundesverband im Auditorium Maximum der Universität Potsdam stattfinden.

Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Bundesverband e.V. wird dieses Jahr bereits zum 13. Mal den DIALOG-Preis vergeben. Mit dieser Auszeichnung werden alljährlich Personen, Institutionen, Initiativen, Medienprojekte oder Redaktionen gewürdigt, die sich vorbildhaft für den Dialog zwischen den Völkern und Kulturen in Europa sowie die Vertiefung der deutsch-polnischen Beziehungen engagieren.

Mit der Bandbreite der von ihm übersetzten und herausgegebenen Literatur aus Polen und den angrenzenden mittelosteuropäischen Ländern machte sich Martin Pollack um eine Vermittlung und Verständigung zwischen dem polnischen und deutschsprachigen Leserkreis verdient und gilt als ein Wegbereiter für die kulturelle Verständigung auch mit anderen Völkern in Mittelosteuropas.

Zur Person: Martin Pollack wurde am 23. Mai 1944 in Bad Hall (Oberösterreich) geboren und ist ein österreichischer Journalist, Schriftsteller und literarischer Übersetzer von polnischer Gegenwartsliteratur. Schon in seinem Studium in Warschau beschäftigt sich Martin Pollack mit Osteuropa, beruflich noch mehr als langjähriger „Spiegel“-Korrespondent ebenfalls in Warschau. Später betätigte er sich als Übersetzer aus dem Polnischen und übertrug bekannte Autoren wie Ryszard Kapuściński, Wilhelm Dichter, Mariusz Wilk und Daniel Odija ins Deutsche. Auch als Schriftsteller und Herausgeber von Anthologien und Reportagen hat er sich in Polen und im deutschsprachigen Raum Europas einen Namen gemacht. Unter anderem waren es Titel wie „Von Minsk nach Manhattan. Polnische Reportagen.“ und „Warum wurden die Stanislaws erschossen?“

Sehr früh beschäftigte Martin Pollack sich mit der vergessenen Welt der Juden in Osteuropa. In den 80er und 90er Jahren erschienen in dichter Folge von ihm eindrucksvolle Bände wie „Galizien. eine Reise durch die verschwundene Welt Ostgaliziens und der Bukowina.“ „Des Lebens Lauf. Jüdische Familienbilder aus Zwischeneuropa.“ sowie „Das reiche Land der armen Leute. Literarische Wanderungen durch Galizien.“

Auch als Herausgeber der Anthologie „Sarmatische Landschaften. Nachrichten aus Litauen, Belarus, der Ukraine, Polen und Deutschland“, die 2005 erschien, machte er sich einen Namen und wurde zum Unterstützer von Autoren und Autorinnen insbesondere aus Weißrussland, die in der letzten Diktatur Europas verfolgt werden und war ebenso Anlaufadresse von Schriftsteller/-innen und Künstlern, die in der Ukraine Schikanen durch den Staat ausgesetzt sind. Für sein 2010 veröffentlichtes Buch „Kaiser von Amerika. Die große Flucht aus Galizien“ erhielt Martin Pollack im Jahre 2011 den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung. Ein lesenswertes Buch, der einen heutigen Prozess widerspiegelt, der vor mehr als 100 Jahren mitten in Europa schon einmal stattfand – nur in Richtung Amerika.


Rückblick auf die 22. Jahrestagung der Deutsch-Polnischen Gesellschaften: Prof. Rita Süßmuth und Dietmar Nietan (r.) übergeben den DIALOG-Preis an Adam Krzemiński

Weitere Bilder der Jahrestagung:


Sonntag, 17. Januar 2016

Von Potsdam nach Schwetzingen, eine grenzüberschreitende Gartenkultur




Vernissage: Andreas Falz (2. v. r.), Geschäftsleitung Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, eröffnet die Ausstellung. Kurator Josef Walch führte in das Thema ein.
Foto: Frank Bürger


Die Neue Orangerie im Schwetzinger beherbergt seit jeher zahlreiche Pflanzen. Errichtet wurde die Orangerie im 18. Jahrhundert, um, wie der Name andeutet, die kälteempfindlichen exotischen Pflanzen, wie etwa die Orangen, im Winter zu schützen. Heute nutzen die Staatlichen Schlösser und Gärten den faszinierenden Ort regelmäßig für Ausstellungen. Die großen Fensterflächen des barocken Pflanzenhauses sorgen für viel Sonnenlicht und bieten zugleich den Blick ins Freie, auf den weltberühmten Schlossgarten.

Das Jahr 2016 haben die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg zum „Themenjahr Garten“ erklärt. Die Ausstellung „Blumengeister – Les Fleurs Animées“ eröffnete am 17. Januar den Veranstaltungsreigen im Schlossgarten Schwetzingen, der in diesem Jahr ganz besonders im Zentrum der Ereignisse stehen wird.

Professor Josef Walch, Kurator der Ausstellung führte in das Thema ein. Eröffnet wurde diese von von Andreas Falz, Geschäftsleiter vonStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg.Unter den Gästen auch Schwetzingens Oberbürgermeister René Pöltl, Präsident der Gartenakademie Baden-Württemberg, und Landtagsabgeordneter Manfred Kern.

Musikalisch umrahmten Art Gisolf (Saxophon) und Michael Quast (Piano) die Vernissage


Die bescheidene Eleganz einer Tulpe, die stille Sehnsucht eines Vergissmeinnicht oder die strenge Unnahbarkeit einer Distel. Die beseelte Pflanzenwelt des französischen Künstlers Grandville ist vom 18. Januar bis 24. April 2016 im Lapidarium der Orangerie zu sehen.

Jean Ignace Isidore Gérard Grandville war einer der bedeutendsten Zeichner und Grafiker im Frankreich des 19. Jahrhunderts. Noch heute ist er für seine fantastischen Gestalten bekannt, die menschliche, tierische und pflanzliche Züge vereinen. Anfangs engagierte er sich mit der spitzen Feder des Karikaturisten in den politischen Wirren seiner Zeit. Nach persönlichen Schicksalsschlägen wandte sich der Zeichner jedoch unpolitischeren Darstellungen zu. In seinen zahlreichen Illustrationen schuf er immer wieder neue Wunderwesen. Der märchenhafte Zyklus „Les Fleurs Animées“, sein letztes Werk, zeigt poetische Blumengeister, elegante menschliche Gestalten, die zugleich dem Charakter der Pflanzen entsprechen: ein verschämtes Veilchen oder eine königliche Rose.

Josef Walch unterstrich noch einmal die Bedeutung des Künstlers für die Nachwelt. Besonders auffällig. Bis zu Richard Wagners Parsifal und Walt Disney reichen seine Spuren.



Damit kann man historisch und traditionell auch die Linie weiter ziehen nach Potsdam und den Gärten Friedrich des Großen.  Im Vorjahr besuchte die Rundschau die Pressekonferenz  der Musikfestspiele Sanssouci.

Der Hofgartenintendant Ludwig von Sckell, Schöpfer der Schlossparks von Schwetzingen, Nymphenburg und des Englischen Gartens in München war sein Lehrmeister. Peter Joseph Lenné schuf Paradieslandschaften von Gärten, auch im preußischen Potsdam.
Gärten spielen auch in der Musik eine besondere Rolle. Aber bisher wissenschaftlich nur am Rand erschlossen. Das soll sich nun ändern. So war es eine große Herausforderung für Andrea Palent, Geschäftsführerin und künstlerische Leiterin der Musikfestspiele Sanssouci, dieses Thema für das Jahr 2015 zu fokussieren. Potsdam mit Sanssouci, dem Neuen Garten, Schloss Lindstedt und vielen anderen Locations ist geradezu geeignet, sich mit der Beziehung „Gärten und Musik“ auseinanderzusetzen. Das ist eine Herzenssache. Und wem das Herz voll ist, der sprudelt … gedanklich, musikalisch verbal… Mit Dr. Jelle Dierickx hat Palent als Urgestein der Potsdamer Kultur einen feinfühligen und interessierten Künstler für die Umsetzung dieses Konzepts gewonnen. Das Programm hat eine globale Note, mit der Beteiligung, mit dem Programm. Und am Ende steht sogar eine Veröffentlich von Andrea Palent zu dieser wunderbaren Verbindung Schlösser, Gärten und Musik.
Passend: Dieses Jahr haben die Musikfestspiele explizit den Schwerpunkt Frankreich



Musikfestfestspiele 2013
Foto: Stefan Glöde

So reichen sich Potsdam und Schwetzingen die Hand, und es ist noch vieles Gemeinsame zu erwarten.

Bilder zur Vernissage
https://www.facebook.com/media/set/?set=a.952058988209317.1073741896.100002156743333&type=1&l=80ff9e3d12

Mittwoch, 1. April 2015

Markus Meckel ausgezeichnet: ein Wegbereiter deutsch-polnischer Verständigung

Foto: Christoph Blase

„Der langjährige SPD-Bundestagsabgeordnete Markus Meckel ist mit dem ,Kommandeurkreuz mit Stern des Verdienstordens der Republik Polen’ ausgezeichnet worden. Bei der Überreichung des Ordens am Dienstagabend in der polnischen Botschaft in Berlin wurden vor allem die Verdienste des in Müncheberg (Märkisch-Oderland) geborenen Ex-Politikers in seiner Zeit als letzter Außenminister der DDR im Jahr 1990 gewürdigt", berichtet die Märkische Oderzeitung.

Als Teilnehmer der Verhandlungen über die deutsche Einheit setzte er sich mit Nachdruck für die endgültige Anerkennung der Oder-Neiße-Linie als deutsch-polnische Grenze ein. Aber auch die Zeit danach ist geprägt durch die Annährung der benachbarten Länder, in dem beide gemeinsam die Mitte Europas bilden sollten.

Der Verdienstorden ist die höchste Auszeichnung, die Polen an Ausländer vergibt. Er wird in fünf Stufen, beginnend mit dem Ritter- oder Kavalierkreuz verliehen. Das Kommandeurkreuz mit Stern ist die zweithöchste Kategorie, das noch höhere Großkreuz wird nur an aktuelle Regierungschefs, Staatsoberhäupter oder besonders herausragende Persönlichkeiten vergeben.

In seiner Laudatio betonte der SPD-Bundestagsabgeordnete und Vorstandsvorsitzende der Deutsch-Polnischen Gesellschaft, Dietmar Nietan: „Markus Meckel ist jemand, der mit einer besonderen Überzeugung für die Freiheit in Europa kämpfte, weil er sich selber immer in die Ideengeschichte einer europäischen Freiheit gestellt hat."

Für mich persönlich gab es in diesem Zusammenhang zwei wichtige Begegnungen mit Markus Meckel. Mit Vehemenz setzte er sich für den Fall der deutsch-polnischen Grenze ein. Die kleine Grenzbrücke zwischen dem uckermärkischen Mescherin und dem polnischen Gryfino wird für mich ein wenig zum Symbol dieses Ringens. Die Gespräche waren intensiv und fruchtbar. Am 1. Mai 2004 gab es dort einen Grenzübergang ohne Kontrolle, eine wunderbare Feier. Die Brücke war frei für den Autoverkehr, Polen ein wichtiger neuer Teil des europäischen Staatengebildes.
Gemeinsam mit Dietmar Nietan gab es dann ein Wiedersehen im Zentrum freiheitlichen-liberalen Denkens auf Schloss Hambach. Am 17. November 2012 diskutierte er im Podium damals über die politische Situation in Mittel- und Osteuropa im Rahmen der Jahrestagung des Bundesverbandes der Deutsch-Polnischen Gesellschaft. Wichtiges Thema an historischer Stätte, sieht man die aktuellen Konflikte im Osten.
1832 wurde die Hambacher Schlossruine durch die viertägige Protestveranstaltung von etwa 30.000 Menschen zum Schauplatz demokratischer Bewegung. Noch dazu war der Protest grenzüberschreitend, auch viele Polen und Franzosen waren mit dabei.
Anlass war die Unzufriedenheit der pfälzischen Bevölkerung über Repressionsmaßnahmen der bayerischen Verwaltung. Diese hatte in den Jahren nach 1816 Errungenschaften zurückgenommen, die dem Volk in der Zeit der Besatzung durch Frankreich gewährt worden waren. Nachdem die bayerische Obrigkeit eine strenge Zensur eingeführt und politische Kundgebungen verboten hatte, gaben die Organisatoren die Veranstaltung als „Volksfest“ aus.

Seit jenen Tagen gilt das Hambacher Schloss als Sinnbild der Demokratie in ganz Deutschland.


Die Begegnung mit Markus Meckel auch im Rahmen der Kröchlendorffer Gespräche hinterlässt Spuren und gibt Impulse, sich für ein friedliches Europa einzusetzen und Mauern fallenzulassen.




Björn Schulz Stiftung: Ehrenamtliches Engagement wichtig


Foto: Björn Schulz Stiftung




Am 3. April übergibt Tobias Olm, Leiter des Medienprojektes Uckermark, an Manfred Kolasinksi von der Berliner Björn Schulz Stiftung eine Spende.  Von 18.00 Uhr bis 3.00 Uhr startet beim Jugend- & Musikcafé Exit e.V., Langer Grund 4 in Schwedt / Oder das zweite Mal die Veranstaltungsreihe „Bands gegen Krebs“ ins neue Jahr.


Mit dieser Spende wird auch die bedeutende ehrenamtliche Arbeit der bundesweit agierenden Stiftung unterstützt.

In Deutschland leben etwa 23.000 Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzenden Erkrankungen, jährlich sterben 3.000 bis 5.000 von ihnen. Die Mehrheit von ihnen und ihre Familien wünschen sich, so viel wie möglich der verbleibenden Lebenszeit gemeinsam in ihrer häuslichen Umgebung und nicht in einer Klinik zu verbringen. Lebensverkürzend erkrankte Kinder und Jugendliche haben ab der Diagnosestellung keine Hoffnung auf Heilung und sterben vor Erreichen des Erwachsenenalters.


Die Björn Schulz STIFTUNG wurde 1996 gegründet, um diesen Kindern und Jugendlichen sowie ihren Familien umfassend und professionell zur Seite zu stehen und zu helfen. Eine Familie mit schwerstkranken Kindern benötigt eine umfassende Betreuung und Unterstützung, die weit über die medizinische Therapien hinaus geht. Da solche Leistungen nicht in erforderlichem Maße vom staatlichen Gesundheitssystem erbracht und finanziert werden, hilft die Björn Schulz STIFTUNG den kranken Kindern, deren Geschwistern, Eltern und weiteren Familienangehörigen: schnell, unbürokratisch und effektiv.


Die Björn Schulz STIFTUNG hat sich seit ihres Bestehens bewusst dafür entschieden, die Betreuung der Familien durch die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen bzw. freiwillig Engagierten aufzufächern und vielfältig zu gestalten. Das freiwillige Engagement soll dabei für alle Beteiligten, für unsere Familien, für unsere ehrenamtlichen Helferinnen und auch für die Stiftung selbst nachhaltig und gewinnbringend sein.


Freiwillig Engagierte bringen in die Björn Schulz STIFTUNG aufgrund ihrer Lebenserfahrung und beruflichen Qualifikation, Fertigkeiten und Kompetenzen sowie auch aufgrund ihrer privaten Interessen eine große Vielfalt in unser Haus, die wir als Ressource verstehen und auch als solche nutzen wollen. Unsere ehrenamtlichen Helferinnen helfen uns dabei, durch Anregungen und positive Kritik nicht betriebsblind zu werden bzw. unsere Arbeitsprozesse immer wieder auf den Prüfstand zu stellen und optimal zu verbessern. Weiterhin bringen sie oftmals neben ihrer Zeitspenden durch ihre jeweiligen privaten und beruflichen Netzwerke für uns sinnvolle Verbindungen zu anderen sozialen Netzwerken mit und können über zahlreiche Kontakte auch finanzielle Mittel bzw. bedarfsangepasste Sachspenden akquirieren. Wenn wir es als Stiftung bewerkstelligen, dass sich unsere ehrenamtlichen MitarbeiterINNen wohlfühlen, eine Tätigkeitsnische finden, die ihnen und uns Sinn spendet, dann werden sie das Leitbild unserer Einrichtung in allen seinen Facetten weitertragen, werben und somit neue Zeit-, Sach- und Geldspender zu einem entsprechenden Engagement ermutigen. Die Zusammenarbeit mit freiwillig engagierten Mitmenschen ermöglicht es der Björn Schulz STIFTUNG, nicht nur zusätzliche umfangreiche Leistungen anzubieten, sondern auch die Qualität des angebotenen Leistungsspektrum zu erhöhen. Mit dem Einsatz von ehrenamtlichen Helferinnen können unsere hauptamtlich Tätigen und unsere Familien sehr gut und flankierend unterstützt werden.

Wichtig ist, dass die Stiftung auch Botschafter hat, die die Arbeit transportieren. Dazu gehört auch die US-Amerikanische Jazz-Sängerin Jocelyn B. Smith. "Ich bin immer mit vollem Herzen dabei, deshalb bin ich dankbar Botschafterin bei der Björn Schulz Stiftung zu sein. Gemeinsam mit Familien und Mitarbeitern ist im Sommer 2014 der Titel "Meine Liebe trägt dich" entstanden. Er ist auf der EP "Heut und hier" enthalten, die zugunsten des Kinderhospiz Sonnenhof verkauft wird. Wir das Ich in Dir ist meine Philosophie für soziale Verantwortung. Ich möchte mit meiner Arbeit für die Stiftung den schwer kranken Kindern und ihren Familien eine Stimme geben.".

Für die deutsche Version des Disney-Films Der König der Löwen sang sie die Titelmelodie und wurde dafür mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet. Am 9. Mai ist die Sängerin um 20 Uhr im Berliner Dom zu sehen.

Weitere Infos und Karten